come fly with me - face your fear

Wie dir Yoga bei Flugangst hilft.

Meine 3 besten Anti-Flugpanik - Schnelltipps

Wochenende, Ferienbeginn, Start in die Urlaubssaison, Zeit der kurzen Hosen, Röcke und FlipFlops Auftakt der zweiten Jahreshälfte.

Vorfreude macht sich breit. Angst stellt sich ein.

 

Manchmal kann uns die Euphorie über etwas Neues auch gleichzeitig das Mark in den Knochen gefrieren lassen. Paradox ist das. Ja der Mensch ist schon seltsam.

Bei mir läuft dieses Emotions-Wechselbad jedes Mal ab, wenn ich meine Koffer packe und zum Flieger "muss". Da ist zum einen diese absolute Vorfreude, auf das was kommt.

Flughafen. Hektik. Airport Lounges. Eine neue Stadt. Eine vertraute Stadt in einem neuen Licht. Ein fremdes Land. Mehrere fremde Länder. Und dazwischen: Der FLUG. Turbulenzen. Luftlöcher. Anschnallzeichen. Unwetter. Schlechtwetterfront.

Furchtbar.

Und mit jedem Mal scheint es schlimmer zu werden. Die Flugangst.

Es ist unerträglich.

Nun könnte man meinen: Dann flieg doch einfach nicht. Das ist ein berechtiger Einwand. Schließlich muss man nicht von jedem Leiden geheilt werden. Das Problem wäre also gelöst. Nicht mehr zu Fliegen? Nach New York mit dem Schiff? Nach Berlin mit dem Boot? St. Petersburg mit der Transsib? Klingt eh nett. Australien? Südafrika? Viel zu kompliziert. Nicht mehr zu Fliegen? Das wäre noch viel unerträglicher!

Was hat es nun mit dieser Angst auf sich?

Ich fragte eine Flugbegleiterin. Airline Personal. Meine Helden überhaupt. 

"Wie schafft ihr das? " Nicht jedes Mal auszuflippen wenns wackelt?" 

Ihre Antwort haute mich um. "Mir ging es genauso. Ich hatte auch Angst. Je öfter ich flog; irgendwann ging es weg. Jetzt ist es mir egal."

Ich war geflashed! Dieser Gedanke faszinierte mich. Ich musst einfach nur öfter fliegen. Ob dieses Mädl wusste, welch geniale Strategie es angewandt hatte?

Klassische Konfrontationstherapie also. Du kannst die Angst nur überwinden, wenn du dich ihr stellst. 

Schon Goethe heilte damit seine Höhenangst. Er schrieb, er stieg auf den Turm des Straßburger Münsters und blieb dort solange oben, bis die Angst verschwunden war. Durch die Gewöhnung an das angstauslösende Ereignis erreichst du also eine Neukonditionierung. Du erlebst, dass du die Angst aushalten kannst, dass die Angst vergeht und dein Horrorszenario nicht eintritt. Du verlernst sozusagen die Angst. 

Vereinfacht ausgedrückt: Flugangst ist also, wenn du trotzdem fliegst. 

 

Du kannst dein Gehirn aber noch zusätzlich austricksen. Verküpf die angstauslösende Situation mit etwas Schönem. Mit schönen Gedanken zum Beispiel. Schließ die Augen und träum etwa von deinem Urlaub, der vor dir liegt. Oder du belohnst dich und kaufst dir im Boardshop was Feines.

Damit kreierst du eine neue Gewohnheit und überschreibst einfach die alten angsterfüllten Gedanken mit neuen wunderbaren.

 

SOS Tipps

Als Sofort-Hilfe bekommst du noch meine 3 besten Anti-Flugpanik - Schnelltipps mit, wenn die Gewöhnung ans Fliegen noch nicht eingetreten oder der Bordshop wegen Turbulenzen geschlossen ist. 

 

1. Beruhigende Yogi-Atmung

Schließ deine Augen. Kreise ein paar mal deine Schultern. Das lockert gleich mal die Angst, die dir im Nacken sitzt. Dann leg deine Hände auf deine Knie oder neben dir ab und stell dir vor, du atmest nur durch das linke Nasenloch ein. Konzentrier dich ganz auf deine linke Körperhälfte (das ist die Mondseite). Du kannst zusätzlich das rechte Nasenloch auch noch zuhalten. Die Übung wirkt beruhigend und ausgleichend. Wenn du später wieder Energie brauchst, machst du die Übung einfach mit der rechten Seite (das ist die Sonnenseite). Sie aktiviert dich. 


2.  Rock ´n´Roll

Nimm dir einen Minispielball in den Flieger mit.

Damit tust du dir gleich doppelt was Gutes. Du kannst deine Faszien geschmeidig machen und deine durch die Angst verkrampften Muskeln lockern.  


3. Happy Hips

Mit der Übung "Nadelöhr" schlägst du wieder 2 Fliegen mit einer Klatsche. Zum einen lockerst du deine, durch das lange Sitzen, verspannten Hüften. Zum anderen bringst du dein Gemüt energetisch gesehen wieder ins Gleichgewicht.  Du legst deinen rechten Knöchel auf deinen linken Oberschenkel, flext deine rechten Zehen und beugst dich aus der Hüfte heraus mit geradem Oberkörper langsam nach vorne, bis du eine angenehme Dehnung spürst. Anschließend wiederholst du die Übung mit der anderen Seite.


Everything you want is on the other side of fear

 

(Jack Canfield)

 

Happy Traveling, frohes Reisen! 

Alles Liebe 

Deine Sabine

Kommentar schreiben

Kommentare: 0