Santosha oder warum du immer die Wahl hast

Heute ist Wahltag. Wir wählen uns ein neues Parlament. Oder zumindest gehen wir davon aus. 

(Vor allem ) nach dem Wahlkampf sind viele mittlerweile politikverdrossen.

 

"Ändere was du ändern kannst, akzeptiere was du nicht ändern kannst." so heißt es. 

 

Geh zur Wahl, gib deine Stimme ab. Wir leben in einem Land, in dem es glücklicherweise selbstverständlich ist, dass wir dies können, und das vor allem ohne Angst um unsere Gesundheit anlässlich des Urnengangs haben zu müssen.  

Für gewöhnlich sind am Ende dann die meisten trotzdem enttäuscht, oder zumindest in irgendeine Richtung unzufrieden mit dem Ergebnis. 

Dann werde aktiv. Engagiere dich. Trete für das ein, wofür du stehst. Sag deine Meinung. Steh dazu.

 

Wenn alles glatt läuft für mich, ist es einfach glücklich zu sein. 

Doch manchmal sind die Bedingungen einfach schwierig, mit denen wir zurecht kommen müssen. Manchmal sind die Umstände innerhalb derer wir leben widrig. Manche Situationen sind einfach schmerzhaft. 

 

Wir hoffen auf einen bestimmten Ausgang der Ergebnisse, und sind enttäuscht, wenn es anders kommt. 

Wir akzeptieren nicht, dass es jetzt so ist, wie es jetzt eben ist. 

 

(Vor allem) dann hilft dir Zufriedenheit (und auch immer sonst). Die Yogis nennen es Santosha.

Santosha kannst du immer wählen. Santosha kann immer 100 % der Stimmen bekommen.  

 

Die Yogis verstehen Zufriedenheit im Sinne von "ok sein, mit was auch immer ist" als Quelle des Glücks. 

Das Reagieren auf äußere Umstände (im Vergleich zu agieren aus sich selbst heraus) ist hingegen die Ursache von Stress. 

Wenn du erst dann glücklich sein kannst, wenn andere das tun, was du dir erhoffst, wirst du es sehr schwer haben. Vor allem am Wahltag. 

Zufriedenheit hingegen ist deine Eigenverantwortung. Und deine eigene Entscheidung. 

Du begibst dich nicht in die Abhängigkeit von wohlwollenden äußeren Bedingungen. Du machst deinen Seelenfrieden nicht von der Wunscherfüllung im Äußeren abhängig.

Selbst in schmerzhaften Situationen kannst du eine gewisse Zufriedenheit kultivieren, wenn du deine Erwartungen heraus nimmst und Zuversicht entwickelst, dass am Ende alles Gut ist.  

 

 

Zufriedenheit bedeutet jedoch weder Stagnation noch Bequemlichkeit. Wir müssen keine schlechten Bedingungen oder ungesunden Beziehungen akzeptieren; wir entwickeln lediglich Geduld bis wir im Stande sind, die Bedingungen ändern zu können während unser Geist nach Höherem strebt. 

 

 

Patanjali, der indische Gelehrte und Verfasser der Yoga Sutren wusste schon,

 "Wer Santosha praktiziert, der ist im Glück".